ich sitze hier gerade bei meiner neuen Gastfamilie, gucke aus dem Fenster und sehe direkt auf meine Schule. Ob das jetzt gut ist, sei mal so dahingestellt.
Eine kleine Zusammenfassung der letzten Woche für euch:
Samstag, Sonntag
Das Treffen unseres Districts (1650) und des Districts 1510 in Nantes! Es war schön. Wie immer mit diesen verrückten Leuten. Ich will jetzt nicht alles lang und breit hier erzählen, das wäre zu viel. Aber wir waren zum Einen in einem Museum und haben uns sehr interessante Kunst angeguckt. Es handelte sich um RIESENGROSSE Abbildungen von Tieren, zum Beispiel Elefanten oder Spinnen. Diese bestanden aus Holz & Metall und sonstwas. Mehrere Menschen begaben sich dann auf diesen Elefanten oder die Spinne und konnten durch viele verschiedene Vorrichtungen diese zum laufen bringen. War recht beeindruckend.
Im Anschluss waren wir auf dem Weihnachtsmarkt, was nicht wirklich sooo toll war. Das lag einfach daran, dass man sich ungefähr 1cm in 2 Stunden fortbewegte, denn es war absolut überfüllt.
Am nächsten Tag waren wir Schlittschuhlaufen, was auch recht amüsant war. Vor allen Dingen mit so so manchen Südamerikanern, die noch nie in ihrem Leben vorher auf einer Eisfläche gestanden haben.
Und somit war das Wochenende auch schon vorbei und wir fuhren alle wieder nach Hause .. :)
Letzte Schulwoche
OUAIS! Es war die letzte Schulwoche vor den Ferien. :)
Am Montag ist mir zum ersten mal aufgefallen, dass jeder hier in Frankreich 3 Namen hat. Man ist ein komischer Mensch hier, wenn man nur einen hat. (Luka, du wärst hier also vollkommen normal mit deinen interessanten Namen)
Am Dienstag hab ich dann eine compo in Littératur gehabt, was eigentlich ganz amüsant war. Von dem Kapitel, über das nämlich geschrieben wurde, habe ich ungefähr jedes 16. Wort verstanden. Also habe ich es mir circa 10 mal durchgelesen und danach irgendwas auf das Blatt geschrieben, was mir so halb plausibel vorkam. Nun ja. :D
Außerdem habe ich an diesem Tag in Latein mal wieder gemerkt, dass die Schüler an sich total wenig wissen. Die Lehrerin sagt nämlich alles vor, alle Vokabeln, alle Formen, alles! Und so "basteln" sie sich dann ihre Übersetzungen zusammen. Sie besitzen kaum Basiswissen..
Mittwoch hatten wir dann die letzte Histoire/Géo Stunde vor den Ferien und unser Lehrer hat uns Schokolade gegeben und Bilder von den USA gezeigt, die er mal gemacht hat als er noch viel jünger war. Er hat, ohne Mist, fast die ganzen Vereinigten Staaten bereist! Ziemlich beeindruckend.
Am Nachmittag waren wir mit ein paar Leute in der Stadt und haben zusammen Mittag gegessen, denn es war der letzte wirkliche Schultag von Zsofi :-( :-(
Und Donnerstag war es dann auch schon soweit, Zsofi sollte Vannes verlassen. Wir waren zusammen noch bei der Weihnachtsfeier vom CEAS und haben uns dann verabschiedet. Ich muss sagen, im ersten Moment habe ich es gar nicht so richtig verstanden. Denn in den letzten 3,5 (fast 4) Monaten hatten wir fast jeden Tag etwas zusammen gemacht. Und so kam es mir einfach nicht sehr glaubwürdig vor ..
aber nachher dann schon. Ich muss sagen, dass ich sie wirklich vermisse. Sie war immer so energievoll und ideenreich und konnte nie still sitzen :).
Der Freitag verlief nicht gerade sehr spektakulär, eigentlich war ich die ganze Zeit nur am Packen.
Denn am nächsten Tag sollte ich zu meiner neuen Gasfamilie ziehen!
Meine Gefühle waren gemischt. Einerseits hatte ich es wirklich geschafft, mich in dieser Familie zu integrieren und fühlte mich wohl. Andererseits kannte ich die andere Familie ja auch schon ein bisschen und war gespannt, wie ihr französischer Alltag wohl aussehen würde!
Wie auch immer, am Ende musste ich wechseln, ob ich wollte oder nicht.
Aber viel wichtiger als mein Zimmer ist ja die Familie.
Sie besteht aus den Eltern Benoît und Anne. Die Kinder sind Lucie (23), Gabrielle (20), Etienne (17), Astrid (13) und Edmond (5). Lucie lebt allerdings in Bordeaux, dort studiert sie. Gabrielle lebt in Rennes, sie studiert ebenfalls dort. Allerdings ist sie öfters mal zwischendurch zuhause.
Etienne ist zurzeit in Paraguay, für ein Jahr. Ebenfalls mit Rotary.
Somit habe ich als "immer anwesende" Geschwister Astrid und Edmond. Der Kleine ist einfach zu süß und mit Astrid versteh ich mich auch ganz gut :).
Insgesamt ähnelt diese Familie eher meiner Familie in Deutschland als die erste. Ich weiß nicht genau wieso .. aber es kommt mir so vor. Bei den Kerbellec's schien mir alles immer sehr geplant, sehr strukturiert. Es gab pünktlich um 18.30 Abendessen.
Hier wurde mir schon gesagt, dass ich damit nicht rechnen kann :D. Und allgemein wirken sie ein wenig chaotischer. Aber SYMPATHISCH chaotisch. :D
Jaa .. aber so schrecklich viel kann ich jetzt auch nicht erzählen, dafür muss noch ein bisschen Zeit vergehen.
Am Mittwoch gehts ab in den Norden Frankreichs, Richtung Lille.
Dort werden wir Weihnachten mit der Großfamilie feiern. Anne meinte, mich vorbereiten zu müssen und sagte, dass es alles doch sehr "temperamentvoll" zugehen könnte.
Nun ja.
Ich bin ja mal gespannt, ob es an das Temperament meiner Thunsverwandtschaft drankommt.^^
Ich wünsche euch allen auf jeden fall ein wunderschönes Weihnachtsfest mit Freunden & Familie und ganz viel Liebe für eure Mitmenschen. Denn wir alle haben viel zu geben.
Bisous Bisous,
Katharina :-*



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